#12 Zeus (Horrorgeschichte Creepypasta Hörbuch auf deutsch)

Shownotes

Willkommen bei Finsterreich! In diesem Podcast tauchst du ein in die unheimliche Seite unserer Realität. Hier erwarten dich packende Horrorgeschichten, gruselige Mythen oder urbane Legenden. Jede Geschichte und jedes Mythen-Video wird von starken Sprechern erzählt, damit du richtig in die Spannung, den Nervenkitzel und die Gänsehaut eintauchen kannst. Dieser Podcast wird von Torge Meyer betrieben, den manchen Zuhörer als den Autor von einigen Creepypastas bei Dr. Zargota bekannt sein müssten. Das Universum um seine Hauptstory "Brahmanos" enthält viele kreative und gruselige Nebengeschichten.

Ob Creepypasta, paranormale Berichte oder faszinierende Mythen – Finsterreich ist eine Plattform für all das.

Transkript anzeigen

00:00:11: Schon zahlreiche Begegnungen liegen in der Vergangenheit zwischen Ryan und seinem Therapeuten.

00:00:22: Es ging um Ängste, um Depressionen, um Panik – aber bei diesem Treffen möchte sich Ryan etwas von der Seele reden!

00:00:29: Es ist viel Zeit vergangen seit dem einen Sommer, der alles veränderte.

00:00:34: Der Sommer, den den Beginn von Reins Krankheit darstellte.

00:00:39: Schon seit Jahren ist Ryan bei Dr.

00:00:41: Bennen Behandlung.

00:00:42: Die Therapie scheint erfolge zu erzielen, denn Ryan redet inzwischen offen über sein Trauma….

00:00:48: Noch vor zwei Jahren zitterte er, als er von dem Erlebten berichtete.

00:00:52: – Ryan, wie geht es dir heute?

00:00:55: fragte Dr.

00:00:55: Benn zu Beginn der Therapiestunde.

00:00:57: – Eigentlich ganz gut!

00:00:59: Ich hatte eine schöne Woche und habe heute das Bedürfnis mich wirklich mitzuteilen, antwortete er dem Therapeuten.

00:01:07: Ryan hat über seine Erlebnisse immer nur schwammig erzählt.

00:01:11: Es nie wirklich ins Detail gegangen was damals tatsächlich passiert ist….

00:01:16: Heute werde ich alles erzählen, sagte er mit einem entschlossenen Ton.

00:01:21: Sein Therapeut lehnt sich zurück, macht es sich in einem Sessel bequem und hört aufmerksam zu.

00:01:27: Auf seinem Schoß liegt ein Notizblock, auf dem er während der Erzählung immer wieder hastig Notizen macht.

00:01:34: Ryan liegt auf der Couch – seine Augen sind geschlossen!

00:01:38: Er lässt die Vergangenheit weder aufleben, taucht tief in die Erinnerungen des damaligen Sommers rein.

00:01:45: Die Zeit scheint stillzustehen als er sich bemüht, die Ereignisse von damals erneut zu erfassen.

00:01:53: Seine Stimme ist ruhig – fast sanft!

00:01:56: Als er beginnt, von seinen frühesten Eindrücken zu berichten... Es ist der Sommer-Zw.A.

00:02:02: , der erste Sommer, der ihm für immer im Gedächtnis bleiben wird.

00:02:31: und das ganze Leben lag noch vor uns.

00:02:39: Ich blicke gerne auf diese Zeit zurück, auf die Jahre der Jugend bis zu diesem Moment als sie Dunkelheit einbrach.

00:03:04: Um ehrlich gesagt, ich hatte das Gefühl dass ich das Zeug dazu hatte.

00:03:11: Ich hatte ein paar Videos auf YouTube die bei Freunden mit Schülern und auch Fremden ziemlich gut ankamen.

00:03:18: In der Schule war ich beliebt Vielleicht sogar der beliebteste Junge Aber ich war auch viel anderes Ein Arschloch!

00:03:27: Ich war ein Mobber Der andere schikanierte.

00:03:31: Meine Arganz war völlig außer Kontrolle geraten Doch als junger Mensch hatte ich noch nicht die Fähigkeit zur Selbstreflektion.

00:03:40: Ich wollte einfach nur Abenteuer erleben und genau das taten wir!

00:03:46: Wir alle befanden uns in der Entwicklung, versuchten unsere Identität zu finden ohne zu wissen dass diese Zeit uns in unvorhersehbare Richtungen führen würde.

00:03:59: Das war dieser eine Junge.

00:04:01: Er hieß Lukas Neumann Schwach, langsam ein Streber und ein Nerd.

00:04:09: Er hatte keinerlei Selbstbewusstsein und für mich war er ein leichtes Opfer.

00:04:15: Ich denke, er hatte Angst vor mir.

00:04:17: Lukas hatte das Pech dass ich auch sein Klassenkamerad war.

00:04:22: In unserer gemeinsamen Schulzeit habe ich ihn oft gequält.

00:04:26: Es kam nicht selten vor, dass sich ihn runtermachte Dass ich ihn schlug Und ihn vor anderen vorführte.

00:04:35: Meine besten Kumpel, Sebastian und Mike haben sich an diesen Mobbing gerne beteiligt.

00:04:41: Es war für uns ein wahres Vergnügen Lukas Kopf in die Toilettenschüssel zu drücken.

00:04:46: was für eine Freude hatten wir daran ihm Schimpfwörter wie Spasti oder Schwachkopf an den Kopf zu werfen.

00:04:55: Rückblickend kann ich kaum fassen wie viel Spaß wir daran fanden ihn zu quälen.

00:05:01: Ich glaube Lukas war bisexuell aber genau wusste ich es nie.

00:05:06: Er wirkte auf mich ziemlich feminin, fast schon unmännlich.

00:05:10: Aber vielleicht waren es auch nur die Vorurteile, die damals in mir steckten.

00:05:15: Lukas hatte nie wirklich Chancen bei den Mädchen und es schien als ob er allgemein wenig Freunde hatte – wenn überhaupt!

00:05:23: Ich habe ihn nie mit anderen Jungs zusammen gesehen.

00:05:26: Immer war er allein.

00:05:29: Sein Kleidungsstil war für einen Jugendlichen ungewöhnlich.

00:05:32: Er trug fast ausschließlich schicke Hemden, manchmal sogar einen Anzug.

00:05:38: Es war als ob er versuchte viel älter zu wirken als er war.

00:05:42: Er hörte auch Musik, die für uns völlig fremd war.

00:05:46: Altes Stücke aus den Vierzigern und dann gab es noch seine merkwürdigen Hobbys.

00:05:52: Er sammelte wertvolle Puppen was wir alles andere als normal fanden.

00:05:57: Lukas war ein ständiges Ziel für uns eine leichte angreifbare Figur, die uns immer wieder zu streichen einlut.

00:06:06: Wegen ihm mussten meine Kumpelt und ich oft nachsetzen Doch die Lehrer begannen irgendwann wegzusehen.

00:06:13: Sie taten nur noch ihre Pflicht und Lukas war auf sich allein gestellt.

00:06:18: Wir gaben ihm den Spitznamen Zeus, aber nicht weil wir ihn bewunderten.

00:06:23: ganz im Gegenteil – wir taten es aus Spott, aus Ironie.

00:06:28: Zeus war der mächtige Gott der griechischen Mythologie und Lukasz nun ja war alles andere als

00:06:35: mächtig.".

00:06:36: Kurz nach unteren Abschlussprüfungen für das Abitur organisierten Sebastian, Mike und ich eine Hausparty.

00:06:44: Fast die ganze Schule war da.

00:06:46: meine Eltern waren wohlhabend.

00:06:48: man kann sagen sie waren Bonson.

00:06:50: sich fuhren an dem Abend der Party zu einer beruflichen Weiterbildung.

00:06:55: wir lebten in einem ziemlich großen Haus mit einem weitläufigen Garten und einem Swimming Pool Der perfekte Ort für ausgelassene Partys.

00:07:05: Unsere Feiern waren legendär, berüchtigt unter meinen Mitschülern und sie fanden immer wieder ihren Weg in die Gespräche.

00:07:14: Drogen, Alkohol und jede Menge Spaß gehörten zum festen Bestandteil dieser Nächte.

00:07:20: Lukas war bei diesen Partys nie wirklich ein Thema Und wir hatten auch nicht wirklich damit gerechnet ihn dabei zu haben.

00:07:27: Die Party begangen gegen neunzehn Uhr der DJ legte auf und die Musik brachte die Stimmung schnell zum Kochen.

00:07:36: Alle hatten gute Laune, und ich glaube schon nach einer Stunde waren die Ersten ordentlich betrunken!

00:07:43: Wir tranken auf eine Art, die alles andere als normal war – aber damals interessierte uns das nicht.

00:07:50: Wir wussten es einfach

00:07:51: besser.".

00:07:53: Gegen zwanzig Uhr klingelte es plötzlich an der Tür und zu unserer Überraschung stand Vanessa davor… Und sie hatte Lukas im Schlepptau.

00:08:02: Natürlich waren wir überrascht.

00:08:04: Ich wusste, dass Lukas eine Schwäche für Vanessa hatte aber das war noch nie so offensichtlich gewesen.

00:08:12: Alle Jungs fanden sie damals unglaublich attraktiv und jeder wollte irgendwie ihre Aufmerksamkeit.

00:08:18: Es schien als hätten Vanessa und Lukas einen Art Verbindung.

00:08:22: Sie sprachen freundlich miteinander fast schon zärtlich.

00:08:27: Mike und Sebastian konnten ihre Blicke nicht von den beiden abwinden.

00:08:31: Es war für alle eine Sensation.

00:08:34: Lukas und ein Mädchen, das hatten wir so noch nie gesehen.

00:08:38: Er trank sogar ein bisschen Alkohol was für ihn ungewöhnlich war Und schien endlich etwas lockerer zu werden.

00:08:46: Lukas lachte viel Was wir von ihm nicht gewohnt waren.

00:08:50: Als der DJ sein Set beendete und die Party langsam an Schwung verlor Entschlossen wir uns aus Neugier Ein paar Videokassetten in den Rekord zu legen.

00:09:01: Mein Vater hatte in seiner Jugendzeit ein merkwürdiges Hobby entwickelt.

00:09:05: Er besaß sogenannte God-Tapes, auf denen echte Gewalt dokumentiert war.

00:09:11: Diese Tapes waren auf seinem Schulhof kursiert.

00:09:14: Sie waren voll von grausigen Zähnen.

00:09:17: Ein Mann der zu Tode geprügelt wurde oder eine Frau die gesteinigt wurde.

00:09:22: Es waren nichts für jeden aber ich fand es irgendwie faszinierend Doch unter all diesen verstörenden Aufnahmen gab es eine, die völlig unspektakulär wirkte.

00:09:34: Es zeigte einfach einen Tisch in einem dunklen Raum – auf dem Tisch stand ein leeres Glas!

00:09:40: Dann ganz langsam und ohne ersichtliche Erklärung begann das Glas zu schweben.

00:09:46: Es erhob sich in die Luft, ohne dass jemand es berührte.

00:09:51: Nach einer halben Minute lese sie sich wieder sanft auf den Tisch zurückfallen Und das war es.

00:09:57: Keine Musik, keine dramatischen Schnitte.

00:10:00: Das Tape war plötzlich zu Ende als wäre nichts gewesen.

00:10:05: Ich fragte mich warum jemand so etwas langweiliges filmen würde.

00:10:10: Da sah ich Vanessa wie sie Lukas auf den Mund küste.

00:10:13: Mich überkam in diesen Moment die Eifersucht und sehr böse Gedanken setzten ein.

00:10:19: Wie konnte ein Loser wie er an ein so schönes Mädchen kommen?

00:10:23: Für mich war das eine Art verkehrte Welt.

00:10:26: Ich betrachte Lukas als ein dummes Mobbing-Opfer, ich verachtete seine Art und Weise und jetzt landet er auf einmal bei Vanessa?

00:10:35: Bei der ich schon immer landen wollte!

00:10:38: Das musste ich verhindern – das konnte nicht sein, das durfte nicht sein!

00:10:43: Ich nannte das Tape aus dem Rekorder und knippste den Fernseher aus.

00:10:47: Im Anschluss machte ich die große Musikanlage im Wohnzimmer an, worauf die Party wieder ins Laufen gebracht wurde.

00:10:54: Die Stimmung war wieder ausgelassen und die Drinks flossen in Strömen als mir eine ziemlich fiese Idee kam.

00:11:02: Ich ging zu Sabrina einer guten Freundin aus meiner Klicke.

00:11:05: Sie mochte mich das wusste ich Und irgendwie hatte ich das Gefühl sie hat ein Auge auf mich geworfen.

00:11:12: In diesem Moment wurde mir ein Plan klar.

00:11:15: Ich wollte, dass sie zu Lukas ging und ihm vorgaukelte.

00:11:19: Sie hätte eine Beziehung gehabt und er habe sie betrogen.

00:11:23: Sabrina schien das Spiel mitzumachen und stimmte ein sich auf meine Idee einzulassen.

00:11:29: Sie machte sich auf den Weg zu den beiden und schon bald begann sie, Lukas eine Zähne zu machen die ihn sichtlich aus der Fassung brachte.

00:11:44: die er jetzt einfach zerstört hatte.

00:11:46: Sie warf ihm vor, mit anderen Mädchen geschlafen zu haben und dass seine Gefühle für sie bedeutungslos gewesen seien.

00:11:54: Natürlich war das alles gelogen aber in diesem Moment interessierte mich nur wie Lukas reagieren würde.

00:12:01: Sabrina, die Lukas kaum kannte und während unserer Schulzeit kein Wort mit ihm gewechselt hatte spielte ihre Rolle überzeugend.

00:12:10: Vanessa, die sich in der Nähe aufhielt konnte es kaum fassen.

00:12:14: Ihr Gesicht zeigte eindeutig schockiert.

00:12:17: Sabrina setzte noch einen drauf indem sie Lukas vor den Augen aller anderen eine gewaltige Ohrfeige verpasste.

00:12:25: Es war die perfekte Inszenierung ein dramatisches Ende für eine Szene die uns allen irgendwie ein Gefühl von Macht verschaffte.

00:12:34: Doch im Nachhinein fragte ich mich was wir damit eigentlich wirklich erreichen wollten.

00:12:40: Währenddessen kam Mike und Sebastian gar nicht mehr aus dem Lachen raus.

00:12:45: Vanessa rannte fluchtartig in einen anderen Raum des Hauses.

00:12:49: Lukas konnte es nicht mehr unterdrücken und musste anfangen zu weinen.

00:12:53: Er befand sich an einem Schockzustand, er sah zu mir und meinen Kumpel drüber.

00:12:58: Lukas schrie uns direkt an Warum sei dir ständig so grausam zu mir?

00:13:02: Was habe ich euch je getan?

00:13:04: So habe ich ihn noch nie gesehen.

00:13:07: Heulen drannte er aus meinem Haus, begleitet vor dem Gelächter meinen Kumpels und der Partygäste.

00:13:14: Es muss schrecklich für ihn gewesen sein!

00:13:17: Wir haben ihn lächerlich gemacht, wir klatschten uns dann auch noch ab als hätten wir gerade eine starke Leistung vollbracht.

00:13:24: in Wirklichkeit waren wir einfach nur dumme Arschlöcher.

00:13:28: Die Partie ging dann noch bis vier Uhr morgens.

00:13:31: Ich versuchte mich an Vanessa ranzumachen doch das klappte nicht.

00:13:35: Ich denke, sie erkannte das ich hinter dieser Aktion steckte.

00:13:39: Sie war nicht dumm.

00:13:41: Wenige Tage nach der Feier standen plötzlich zwei Polizisten vor unserer Haustür.

00:13:47: Meine Eltern dachten zuerst, ich hätte wieder irgendeinen Mist gebaut Aber diesmal war es anders.

00:13:54: Sie fragten nach Lukas.

00:13:56: Seit der Party hatte ihn niemand mehr gesehen und der war nicht nach Hause zurückgekehrt.

00:14:01: Mein Herz schlug schneller Während ich den Beamten erzählte, wann Lukas bei uns war und wann er das Haus verlassen hatte.

00:14:08: Natürlich verschwiege ich wie wir ihn gemobbt hatten.

00:14:11: Das war mir zu peinlich und unangenehm.

00:14:14: Ich war mir sicher dass Lukas einfach abgehauen war um eine Pause von allem zu nehmen.

00:14:19: Er brauchte vermutlich Zeit um sich wiederzufangen Doch nach einer Woche gab es immer noch keine Spur von ihm.

00:14:26: Die Suche wurde intensiver.

00:14:29: die Polizei seine Eltern Unsere Mitschüler, die Nachbarn alle suchten verzweifelt nach Lukas.

00:14:36: Plötzlich war er das Gesprächsthema der gesamten Stadt.

00:14:40: Sein Gesicht war in den Nachrichten Überall hingen vermissten Plakate und sein Name war ein aller Munde.

00:14:47: Wir machten uns große Sorgen aber ich kämpfte gleichzeitig mit der Angst dass herauskommen könnte wie wir ihn behandelt hatten.

00:14:55: Es dauerte nicht lang bis das Unvermeidliche geschah.

00:14:59: Vanessa ging zur Polizei und erzählte, was in der Nacht der Party vorgefallen war.

00:15:05: Sie berichtete von den Mobbing-Attacken, von dem Demütigungen unter Zähne die wir ihm inszeniert hatten.

00:15:11: Damit wurde unser Verhalten öffentlich.

00:15:14: Die Menschen begannen Milch und meine Freunde mit anderen Augen zu sehen.

00:15:19: Unser Ruf, den wir uns mühsam aufgebaut hatten zerbröckelter.

00:15:23: Stück für Stück.

00:15:25: Überall sprachen die Leute über uns und nicht im Guten.

00:15:29: Sie wussten nun, wie wir Lukas während der Schulzeit behandelt hatten.

00:15:33: Alles kam ans Licht.

00:15:35: Nach zwei Wochen kam dann die Nachricht, die unsere Welt stillstehen ließ.

00:15:39: Lukas wurde in einem abgelegenen Waldgebiet in einem tiefen See gefunden.

00:15:45: Es war für uns damals klar Er hatte sich das Leben genommen.

00:15:49: Dieser Moment war wie ein Donnerschlag.

00:15:52: alles in mir brach zusammen.

00:15:55: meine Coolness mein Stolz mein Ruf.

00:15:59: Alles was ich glaubte zu sein, zerfiel zu Staub.

00:16:03: Ich wurde mir plötzlich der vollen Tragweite meines Handelns bewusst.

00:16:07: Ich hatte dazu beigetragen dass ein Mensch keinen anderen Ausweg mehr sah.

00:16:13: Die ganze Stadt war erschüttert Es herrschte kollektive Trauer und Lukas Tod überschattete alles.

00:16:21: Für mich begann eine düstere Zeit.

00:16:24: Meine Eltern sprachen kaum noch ein Wort mit mir.

00:16:27: Sie waren enttäuscht und wussten nicht, wie sie mit mir umgehen sollten.

00:16:32: Meine Freunde Mike und Sebastian zogen sich immer mehr zurück.

00:16:36: Wir konnten uns nicht mehr in die Augen sehen Denn die Schuld lastete auf uns allen Wie ein riesiger Schatten.

00:16:43: Die eins unzerträngliche Klicke zerbrach daran Auch in der Schule war ich nicht mehr der gleiche.

00:16:50: Die Leute mieden mich Wechselten die Straßenseite wenn sie mich sah.

00:16:55: Einige beschimpften mich lautstark, andere spuckten mir ins Gesicht.

00:17:00: Die einstige Bewunderung die ich genossen hatte, hatte sich in Verachtung umgewandelt.

00:17:06: und ganz ehrlich... Ich wusste dass ich es verdient hatte!

00:17:10: Die Schuldgefühle fraßen mich von innen auf.

00:17:12: Jeder Tag war ein Kampf gegen die Erkenntnis das ich einen Menschen auf dem Gewissen hatte.

00:17:19: An unserer Schule wurde einige Zeit später eine Trauerfeier für Lukas abgehalten.

00:17:25: Sie fand am Abend in der Tonhalle statt und fast alle waren gekommen.

00:17:29: Lehrer, Schüler, Nachbarn und sogar Menschen aus den umliegenden Orten.

00:17:35: getrieben von meinen Schuldgefühlen beschloss ich ebenfalls hinzugehen.

00:17:39: Rückblickend war das ein großer Fehler.

00:17:42: Jeder dort wusste wer wir waren – wer ich war.

00:17:47: Sie wussten dass meine Freunde und Ich die Mobber waren, die Lukas ins Verderben getrieben hatten.

00:17:53: Sebastian und Mike blieben an diesem Abend fern, sie hatten nicht den Mut sich der Wahrheit zu stellen.

00:17:59: In der Tonhalle war ein Schrein für Lukas aufgebaut geschmückt mit Kerzen und Blumen die von der Schulleitung verteilt wurden.

00:18:08: in der Mitte stand ein gerammtes Bild von ihm Ein Foto das ihn vor drei Jahren zeigte jung unschuldig und voller Leben.

00:18:18: ich konnte den Anblick kaum ertragen.

00:18:21: Es fühlte sich an, als würde sein Blick mich durchbroren.

00:18:25: Als würde er mich stumm fragen warum ich ihm das angetan hatte.

00:18:30: Meine Augen füllten sich mit Tränen und ich kämpfte verzweifelt gegen das aufsteigende Gefühl der Schuld an.

00:18:37: Ich überlegte kurz ob ich eine der Blumen an seinen Schrein legen sollte doch dann sah ich seine Eltern.

00:18:45: Jere Gesichter waren von Trauer gezeichnet ihre Augen rot und verheult.

00:18:50: Die Verzweiflung und der Schmerz in ihrem Blick trafen mich wie ein Schlag.

00:18:56: In diesem Moment begriff ich die volle Tragweite meines Handelns, Ich hatte nicht nur Lukas zerstört sondern auch das Leben seiner Familie.

00:19:06: Ihre Trauer spiegelten meine Schuld wieder Und ich fühlte mich wie das Monster da sich tatsächlich geworden war.

00:19:15: Ich konnte es nicht mehr tragen, ohne ein Wort verließ ich die Turnhalle und flüchtete auf die jungen Toilette.

00:19:22: Dort sperrte ich mich in einer Kabine ein Und ließ meinen Gefühlen freien Lauf.

00:19:27: Die Tränen strömten über mein Gesicht Währenddich in der engen Kabine saß Nicht nur um zu weinen Sondern zu schluchzen wie ein kleines Kind.

00:19:38: Der Schmerz kam mit voller Wucht.

00:19:40: Alles, was ich so lange verdrängt hatte, brachen diesen Moment aus mir heraus.

00:19:46: Zum ersten Mal erkannte ich, was sich angerichtet hatte.

00:19:50: Ich hatte einen jungen Menschen in den Tod getrieben weil ich eifersüchtig war, weil ich arrogant und rücksichtslos war.

00:19:58: Meine Selbstsucht hatte Lukas zerstört – ich hasste mich dafür mehr als je zuvor.

00:20:05: Jede Erinnerung an die Qualen, die wir ihm zugefügt hatten Borte sich wie ein Dolch in mein Herz.

00:20:12: Ich bereute jede Sekunde, jede gemeine Tat, jedes spätische Wort aber Reue konnte nichts mehr ändern.

00:20:22: Lukas war tot... für immer!

00:20:26: Ich sank auf den kalten Boden der Kabine und schrie meinen Schmerz hinaus.

00:20:30: zum Glück war ich allein.

00:20:32: Niemand sah mich in diesem Moment der völligen Zerrissenheit Aber genauso fühlte ich mich auch alleine Alleine mit meiner Schuld, alleine mit dem Wissen dass ich ein Menschenleben zerstört hatte.

00:20:46: Lukas war fort und ich musste mit dieser Last weiter leben Ein Leben das sich von diesen Moment an nie wieder wie das gleiche anfühlen sollte.

00:20:57: Als ich mich wieder beruhigt hatte entschied ich mich die Kabine zu verlassen.

00:21:02: Meine Beine fühlten sich schwer an als wären sie aus Blei.

00:21:07: Kaum hatte ich den Riegel der Tür gelöst, hörte ich plötzlich ein Geräusch.

00:21:12: Es war ein leises rhythmisches Tippen das direkt aus der Kabine neben mir zu kommen schien.

00:21:19: Es klang so als würde jemand mit den Fingern sanft gegen die Dünne zwischenwandklopfen.

00:21:26: Ich hielt den Atem an.

00:21:28: Mein Herz begann schneller zu schlagen.

00:21:31: Wie konnte das sein?

00:21:32: Ich war doch alleine.

00:21:34: Das wusste ich sicher, Ich hatte die Toilette betreten als niemand sonst da war.

00:21:40: Langsam drückte ich die Tür wieder zu Als ob sie mich vor dem was draußen war schützen konnte.

00:21:46: Doch das Tippen wurde lauter.

00:21:48: Es klang jetzt hektischer Aggressiver wie das nervöse Trommeln eines ungeduldigen Menschen!

00:21:56: Ich schluckte schwer.

00:21:57: Mein Kopf spielte Szenarien durch.

00:22:00: War jemand hereingekommen ohne dass sich es bemerkte?

00:22:03: War es ein Mitschüler oder vielleicht jemand, der Rache wollte?

00:22:08: Ein Angehöriger von Lukas, der mich zur Rechenschaft ziehen wollte.

00:22:12: Der Gedanke war beängstigend!

00:22:14: Ich atmete flach die Luftschienen in der engen Kabine noch stickiger zu werden.

00:22:19: Das Tippen steigerte sich zu einem lauten Poltern das mich vor Schreck fast aufspringen ließ.

00:22:26: Es klang als würde jemand mit der Faust gegen die Zwischenwand schlagen.

00:22:29: Mit jedem Knall vibrierte die Wand stark.

00:22:32: Ich konnte spüren, wie die dünne Wand mit jedem Schlag bebte.

00:22:36: Das war kein einfacher Streich mehr – das war Wut!

00:22:40: Aber wer war da?

00:22:42: Wer tat

00:22:42: das?!

00:22:44: Die Panik kroch in mir hoch Heiß und lehmend.

00:22:47: mein Verstand raste.

00:22:49: ich wollte nicht herausgehen Doch gleichzeitig hielt ich es keine Sekunde länger in der Kabine aus.

00:22:54: Mit einem Ruck riss sich die Tür auf Und stürzte ins Freie.

00:22:59: Meine Augen huschten zur Kabine nebenan.

00:23:02: Sie war leer.

00:23:04: Kein Mensch war darin, die Tür stand angelehnt genau wie ich sie zuvor gesehen hatte.

00:23:11: Das Poltern hörte abrupt auf.

00:23:13: Stille legte sich über den Raum eine Stille die so erdrückend war dass sie mir in den Ohren schmerzte.

00:23:21: Ich starte auf die Zwischenwand.

00:23:23: gerade noch hatte sie unter den Schlägen gebebt.

00:23:27: Jetzt wirkte sie unberührt als wäre nichts geschehen.

00:23:31: Mein Kopf drehte sich, hatte ich das gerade geträumt?

00:23:36: War das alles nur eine Einbildung gewesen.

00:23:39: Aber es hat sich so echt angefühlt!

00:23:42: Ich konnte noch immer das Fibrieren der Wand in meinen Fingerspitzen spüren.

00:23:47: Seit wann habe ich Halluzination?

00:23:49: Dachte ich, währenddich unsicher einige Schritte zurücktratt.

00:23:54: Mein Blick fiel auf den Spiegel über dem Waschbecken.

00:23:57: Mechanisch ging ich darauf zu... wie jemand, der sich davon überzeugen muss noch real zu sein.

00:24:04: Im Spiegel sah ich mein eigenes Gesicht.

00:24:07: Blass verschwitzt die Augen rot und glasig.

00:24:11: Ich drehte den Wasserhahn auf und spritzte mir kaltes Wasser ins Gesicht.

00:24:15: Das Gefühl war angenehm aber es half nicht gegen das Drönen in meinem Kopf.

00:24:20: Meine Hände zitterten als ich sie unter dem Wasser hielt.

00:24:24: Ich zwang mich ruhig zu atmen.

00:24:27: Es ist nur Stress mummelte ich leise zu mir selbst, als ob ich die Worte glauben könnte.

00:24:33: Ich verließ das jungen Witze.

00:24:35: Ich wollte hier nur noch weg und verließe auch unerfällig das Schulgelände.

00:24:41: Die erste Nacht in der die Angst mich wirklich zugreifen bekam, werde ich nie vergessen.

00:24:48: Es war als hätte sich das Gewicht meiner Schuld in etwas Lebendiges verwandelt dass mich heim suchte.

00:24:55: Schlaf war unmöglich.

00:24:57: Mein Kopf war ein Labyrinth aus quälenden Gedanken und endlosen Fragen.

00:25:02: Wie konnte ich so tief sinken?

00:25:04: Wie könnte ich das jemals wieder gut machen?

00:25:07: Ich lag da, regungslos und startete die Decke an während mein Emotionen wie ein wütendes Meer in mir tobten.

00:25:17: Das blaue Licht meiner Lampe war meine einzige Begleitung.

00:25:21: Es tauchte, mein Zimmer in ein fahrles geisterhaftes Leuchten und ließ die Schatten an den Wänden tanzen.

00:25:29: Ich hielt es für beruhigend wenigstens alles im Blick zu haben doch in dieser Nacht hatte das Licht etwas beklemmendes.

00:25:37: Es war als würden die Schattern nicht nur durch das Licht entstehen sondern durch etwas dass sie lenkte.

00:25:45: Während ich in meinen Quellen der Gedanken versank hörte ich plötzlich einen Geräusch.

00:25:51: Es war leise, kaum wahrnehmbar Doch ist Schnitt wie ein scharfer Windstoß durch die Stille.

00:25:58: Zunächst klang es wie ein Hauch Wie das rascheln von Blättern Das sich unmerklich durch den Raum zog.

00:26:05: Ich hielt die Luft an und lauschte.

00:26:08: Da war es wieder Und dann hörte ich es klar und deutlich Eine Stimme!

00:26:14: Es war ein Flüstern Kaum mehr als ein Hauchen Doch ich konnte die Worte verstehen.

00:26:20: Es sprach meinen Namen.

00:26:29: Die Stimme war so leise, dass ich nicht sagen konnte woher sie kam.

00:26:33: Sie schien direkt neben meinem Bett zu sein und doch war da niemand!

00:26:38: Sie rief meinen Namen erneut behalig wie ein Summen das sich in meinen Kopf fraß.

00:26:49: Mein Körper verkrampfte sich mein Herzschlag raste und meine Kehle wurde trocken.

00:26:57: Hallo, brachte ich mit brüchiger Stimme hervor.

00:27:01: Ist da jemand?

00:27:02: Meine Worte verschwanden im Raum ohne Antwort.

00:27:06: nur das Flüstern blieb stetig und endlos.

00:27:11: Ich konnte es nicht ertragen, ich schob die Decke zur Seite und stand auf.

00:27:16: meine Füße berührten den kalten Boden.

00:27:19: Das Zimmer war still doch die Stimme war da immer da Doch da war nichts außer Dunkelheit.

00:27:30: Ich öffnete meinen Schrank und zog die Türen auf, als erwarte ich dort jemanden zu finden... Nichts!

00:27:38: Vor der Zimmertür blieb ich stehen-und lauschte Aber alles was sich hörte waren mein eigener Atem und das Flüstern.

00:27:47: Raaaaaayyyyeeeeeee.... Ich öppnete das Fenster Und schaute hinaus in den Nacht.

00:27:55: Die Straße war leer Die Häuser dunkel.

00:27:58: Die Welt schien zu schlafen, doch ich fühlte mich beobachtet als würde jemand aus der Dunkelheit heraus direkt in meine Seele starren.

00:28:09: Ist hier jemand?

00:28:10: rief ich in die Stille.

00:28:12: Meine Stimme erhalte in der Lernstrasse wieder Keine Antwort.

00:28:17: Ich schloß das Fenster wider und lehnte mich schwer dagegen.

00:28:21: Mein Kopf drehte sich Und ich spürte wie sich eine kalte Schweißschicht auf meiner Stirn bildete.

00:28:27: Wieder legte ich mich hin.

00:28:29: Doch kaum berührte mein Kopf das Kissen, begann es von neuem... Ryan!

00:28:37: Ich sprach erneut aus dem Bett und durchsuchte meinen Zimmer wie ein Wahnsinniger.

00:28:42: Ich öffnete jede Schublade, schaute hinter jedes Möbelstück rüttelte an jeder Tür nichts absolut nix.

00:28:51: Das Zimmer war leer Und doch füllte das Flüstern den Raum.

00:28:55: Es schien als würde die Luft selbst meinen Namen formen.

00:28:59: Die Stunden vergingen, doch ich konnte das Geräusch nicht abschütteln.

00:29:03: Irgendwann ließ ich mich wieder ins Bett sinken, völlig erschöpft.

00:29:08: Das Flüstern hörte nicht auf Aber meine Kräfte verließen mich.

00:29:13: Mit jedem Atemzug spürte ich wie ich in den Schlaf hinabglitt Während die Stimme weiter meinen Namen rief.

00:29:20: Sie begleitete mich in meine Träume Oder besser gesagt In einen ruhelosen, albtraumhaften Zustand der wie ein Echo dieser unheimlichen Nacht war.

00:29:32: Am nächsten Morgen musste ich mich mit einem unangenehmen Tinnitus herum ärgern, das musste wohl von dem ganzen Stress gekommen sein.

00:29:41: Ich versuchte Sebastian und Mike zu erreichen.

00:29:44: Ein Gefühl von Erleichterung kam auf als Sebastian endlich an sein Handy ging, Mike war nicht erreichbar.

00:29:52: Hey Bro!

00:29:52: Ich will mich mit dir treffen, ich brauche jemanden zum Reden.

00:29:56: Du weißt über was sagte ich zu meinem Kumpel.

00:29:59: Seblastjan erklärte mir, dass er mich sowieso an diesem Tag anrufen wollte, denn er musste mir dringend etwas erzählen.

00:30:06: Wir verabredeten uns beim Bäcker um die Ecke.

00:30:10: Dort angekommen musste ich meinen Kumpeln lange umarmen was ihm gut tat.

00:30:15: Für uns beide war es auch eine sehr schwere Zeit.

00:30:18: In der Filiale erlebten wir eine ziemlich unangenehme Situation.

00:30:23: Für euch gibt's hier nichts.

00:30:25: maulte die Verkäuferin an der Theke uns an.

00:30:28: Sie hatte einen wütenden Blick und war gar nicht darüber, freut uns hier zu sehen.

00:30:32: Sebastian und mir blieb die Spucke weg!

00:30:35: Wir fanden keine passenden Worte in dieser Situation.

00:30:39: Erst als ihr Vorgesetzter sie mehrfach ermahnte, uns zu bedienen bekam wir ein paar Brötchen und etwas Kaffee.

00:30:47: Natürlich war uns beiden verständlich warum die Verkäuferinn so unfreundlich zu uns

00:30:52: war.".

00:30:53: Im separaten Raum des Ladens nahmen wir an einem Tischplatz.

00:30:57: Es waren keine anderen Kunden zu sehen, gegessen und getrunken haben wir an diesem Morgen aber nicht wirklich.

00:31:04: Ich trank ein klein wenig von dem Kaffee Und ich glaube ich bis einmal ins Salami Brötchen rein.

00:31:10: Wir hatten einfach keinen Appetit!

00:31:14: Ich kann dir nicht beschreiben wie ich mich fühle.

00:31:17: Manchmal habe ich Angst manchmal bin ich traurig und manchmal möchte ich mir selbst ins Gesicht schlagen sagte ich zu Sebastian.

00:31:26: Darauf ging er aber gar nicht ein, er stellte mir sofort eine Frage Erlebst du auch diese Dinge?

00:31:33: Interessiert neigte ich mich nach vorne und blickte Sebastian ernst in seine Augen.

00:31:39: Du meinst die

00:31:40: Stimmen?!

00:31:41: Die

00:31:41: Geräusche?!

00:31:43: Sebastian antwortete verängstigt Ja Aber du hast auch dieses Schatten gesehen und dieses Gesicht im Fenster.

00:31:52: Hast du auch nachts auf der Straße das Gefühl, dass Du verfolgt wirst?

00:31:56: Und bekommst Du manchmal Luftprobleme als wenn Dich jemand wirkt?

00:32:00: Diese Fragen von meinem Kumpel machten mir Angst.

00:32:03: Das was ich erlebte schien auch auf ihn zutreffen!

00:32:07: Sebastian Ich habe Schuldgefühle.

00:32:10: Ich halte es kaum noch aus.

00:32:12: Ich glaube, dass wir einfach verrückt werden, erzählte ich ihm verzweifelt.

00:32:17: Mein kumpel lehnte sich zurück.

00:32:20: Mike hat es auch gesehen.

00:32:22: In dieser Situation trennten meine Augen.

00:32:25: Sebastian erklärte mir, dass er seit Tagen keinen Kontakt mehr zu Mike herstellen konnte.

00:32:31: Unser Kumpel ging nicht mehr ans Handy.

00:32:33: Er beschrieb auch derartige Phänomene die ihn tyrannisierten aber bei ihm schien es noch heftiger gewesen sein.

00:32:41: Mike hatte nicht nur Verfolgungsängste und sah Schatten oder hörte Geräusche.

00:32:46: Er berichtete auch davon, dass er von einer unsichtbaren Person angegriffen wurde.

00:32:51: Maik hatte Kratzspuren im Gesicht.

00:32:54: Er hatte oft das Gefühl, dass ihn jemand in den Magen treten würde aber nie war jemand zu sehen so als würde eine unsichtbare fremde Kraft ihn verletzen wollen.

00:33:05: Ich mache mir große Sorgen um ihn sagte Sebastian Bitte begleite mich zu seinem Haus.

00:33:12: ich habe wirklich Angst sprach Sebastian weiter.

00:33:16: Natürlich wollte ich ihm helfen und begleiten.

00:33:19: Wir waren beide mit der Situation völlig überfordert, noch vor wenigen Wochen waren wir die coolen Jungs von der Schule – jetzt fühlten wir uns wie ein Häuschen Elend!

00:33:30: Kurz bevor wir uns auf den Weg machen wollten vernahmern im Verkaufsraum eine laute Frauenstimme.

00:33:37: Habt ihr auch schon gehört was passiert ist?

00:33:39: schrie eine Frau.

00:33:41: Sebastian und ich gingen zur Theke rüber und trafen dort auf eine hysterische ältere Dame.

00:33:47: Ihre Nachricht schockierte uns, da wurde ein Junge in unserer Nachbarschaft getötet!

00:33:52: Verschreck verschluckte Ich mich sogar.

00:33:54: Wir hatten die böse Vorannung dass es sich vielleicht um Maik handeln könnte.

00:33:59: Darum nahm Sebastian Und Ich unsere Fahrräder In Die Hand und radelten sofort los.

00:34:04: Bei Mike am Haus angekommen, sahen wir unzählige Polizisten und auch die Presse am Straßenrand stehen.

00:34:34: rannte er sofort zu uns.

00:34:35: – Wisst ihr etwas?

00:34:36: – Wisste was, wer es auf unseren Sohn abgesehen hat!

00:34:40: Wir schüttelten nur den Kopf.

00:34:42: Ein Beamter nahm Mike's Vater zur Seite und versuchte ihn zu beruhigen, was verständlicherweise ein schwieriges Unterfangen war.

00:34:50: Wir durften den Tatort nicht betreten aber noch am selben Tag wurden wir von der Polizei auf die Dienststelle befragt.

00:34:58: Einzelnen hat man uns ins Verhörzimmer reingerufen.

00:35:02: Ein Albtraum, es war ein Albtraum.

00:35:05: Er zwar nicht nur Lukas unsere Dwegen tot nun ist auch Mike von uns gegangen.

00:35:11: Als ich vor einer Beamten saß bemerkte sie schnell dass sich verstört war.

00:35:16: Sie bot mir ein Glas Wasser an was ich dankend annahm.

00:35:20: Es kam erst typische Fragen Hattet ihr den letzten Tagen Kontakt zu Mike?

00:35:25: Was wollte dir freuen bei seinem Haus?

00:35:27: Ich beantwortete alles wahrheitsgemäß und erzählte von Lukas von unseren Schuldgefühlen, von den Phänomenen.

00:35:35: Dann fragte mich die Beantwün etwas wo bei mir fast das Herz stehen blieb.

00:35:40: Sagt ihr in der Name Zeus etwas?

00:35:43: Ich riss meine Augen weit auf und konnte kaum glauben was die Polizistin mich da gefragt hatte.

00:35:50: Wieso?

00:35:51: antwortete ich damals mit zittriger Stimme weil jemand mit diesen Namen aufs Mike Stirn geritzt hat.

00:35:59: Ich erinnere mich nicht mehr genau daran was dann geschah.

00:36:03: Ich habe wohl diesbezüglich einen Blackout.

00:36:06: Diese Information hat mich so verschreckt, dass ich diese grauenhafte Situation verdrängt haben muss.

00:36:13: Ein erster gruseliger Gedanke kam auf.

00:36:16: Hat sich Lukas gerecht?

00:36:18: Ist er der Mörder?

00:36:19: Verfolgt uns sein Geist?

00:36:21: Denn seinen Spitzname war Zeus!

00:36:24: Vielleicht hatte sich Mike auch umgebracht und diesen Namen selbst auf die Stellen geritzt... Aber die Polizistin sprach klar von einem Mord, nicht von einem Suizid.

00:36:34: Die Beamten nahmen mir und Sebastian noch Fingerabdrücke ab.

00:36:39: Als wir beide das Polizeirevier wieder verließen, setzten wir uns erst mal auf eine Bank in der Nähe.

00:36:45: Fünf Minuten blickten wir in die Lehre bis Sebastian den Namen Zeus aussprach.

00:36:52: Ich sah ihn mit grauen an und fragte Kann es sein?

00:36:56: Nein Das ist nicht möglich.

00:36:59: Lukas ist tot.

00:37:01: Lukas isst tot, er hat sich umgebracht!

00:37:04: Mein Kumpel fasste mich an die Schulter und sagte Ich glaube nicht an Geister aber wir können nicht gläugnen was passiert ist.

00:37:12: Ratlosigkeit kam auf.

00:37:14: Wir waren noch fast Kinder Und doch war ein Gefühl eines baldigen Todes da.

00:37:20: Wir beschäftigten uns nicht mehr mit der Frage ob Lukas uns wirklich heim suchte.

00:37:25: Für uns wurde das zu einer Realität und zu einer bitteren Tatsache.

00:37:30: Schlagstöcke, Baseballschläger und Messer gaben uns Sicherheit.

00:37:35: Wir bereiteten uns darauf vor dass Lukas wieder zuschlägt Als Sebastian und ich in meinem Zimmer ruten bekam wir unerwartet einen Anruf.

00:37:44: Es war Sabrina die weinend am Handy fragte ob ich es denn sei.

00:37:49: Sie bekam von einer Mitschillerin mit der ich mal was hatte meine Nummer.

00:37:54: Auch Sabrina war Opfer von diesen merkwürdigen Phänomen.

00:37:58: Ich lud sie zu mir ein und nach weniger als einer Stunde kam sie bei mir schon an.

00:38:03: Nun waren wir zu dritt, zu drit mit den gleichen Problemen.

00:38:07: wie aus einem Horrorfilm klang ihre Erzählung Bei ihr fing es ebenso mit Geräuschen und Schatten an dann aber kamen Angriffe dazu.

00:38:17: irgendetwas oder irgendjemand kratzte ihr ins Gesicht und zog ihr am Haar.

00:38:23: Manchmal wachte sie nachts mit einem Schrecken auf, weil jemand ihr ins Ohr schrie.

00:38:29: Doch so wie bei Mike, Sebastian und mir war niemand zu sehen.

00:38:34: Wir entschieden uns dazu zusammenzuleiben.

00:38:37: Diese Nacht wollte niemand alleine verbringen.

00:38:40: Ich musste meinen Eltern nicht Bescheid sagen.

00:38:43: Es war ihnen inzwischen auch egal was ich machte.

00:38:46: Sie hörten mir nichts mehr zu.

00:38:48: Wahrscheinlich wollten sie mich auch schnellstmöglich aus dem Haus haben.

00:38:51: Wenn ich ihnen erzählt hätte, dass Lukas mich als Geist verfolgen würde.

00:38:57: Hätte sie mir wahrscheinlich eine reingehauen.

00:39:00: Sie hätte gedacht das ich mich jetzt in die Opferrolle begeben möchte.

00:39:04: Ich ließ Sabrina und Sebastian im einem Bett schlafen.

00:39:07: Der Fußboden mit einem Kissen unter meinem Kopf.

00:39:10: wurde mein Schlafplatz in dieser Nacht So wirklich schlafe konnte ich aber sowieso nicht.

00:39:17: Wir liessen den Fernseher laufen der uns ein bisschen Ablenkung verschaffen sollte.

00:39:22: Das klappte auch ganz gut.

00:39:25: Die Nacht hatte eine unheimliche Stille, die sich wie ein schwerer Schleier über das Haus legte.

00:39:31: Meine Freunde waren längst eingeschlafen.

00:39:34: Ihr gleichmäßiges Atmen erfüllte den Raum Doch ich konnte nicht zur Ruhe kommen.

00:39:41: Ich musste pinkeln und mein Körper verlangte dringend nach Erleichterung.

00:39:48: Das Bad lag nicht weit vor meinem Zimmer entfernt und ich beschloss den kurzen Gang dorthin schnell hinter mich zu bringen.

00:39:54: Der Flur war dunkel, nur ein schwaches Licht aus einer Straßenlaterne draußen fiel durch die halb geschlossenen Rolläden.

00:40:03: Ich tarre ins Badezimmer und schloss die Tür hinter mir ließ jedoch einen Spalt offen.

00:40:09: Warum?

00:40:10: Wusste ich nicht genau?

00:40:11: Vielleicht wollte ich mich weniger alleine fühlen.

00:40:14: Das kalte Licht der Deckenlampe flackerte kurz, bevor es den Raum in ein Steriles unwirkliches Licht tauchte.

00:40:22: Ich stellte mich ans Pessoire und versuchte mich zu entspannen.

00:40:26: Mein Kopf lehnte an der Wand meine Augen geschlossen Doch dieses Gefühl Es kroch mir wie ein kalter Hauch den Nacken hinauf.

00:40:35: Ein unbestimmter Drang zwang mich meinen Blick auf den Spiegel zu richten Der schräg über dem Waschbecken angebracht war.

00:40:43: Was ich sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren.

00:40:47: Da war etwas im Spiegel, etwas dass nur im Spiegel zu sehen war und was auch immer es war Es gehörte nicht in diese Welt.

00:40:56: Mein Atem stockte Meine Beine wurden weich Doch ich konnte nicht wegsehen.

00:41:03: Im Spiege stand Mike Aber es war nicht Mike wie ich ihn kannte.

00:41:08: Sein Gesicht war blutüberströmt, seine Kehle weit aufgerissen als hätte jemand sie brutal aufgeschlitzt.

00:41:15: Dunkles dickes Blutquoll aus der Wunde und tropfte über seine Brust.

00:41:21: Sein Mund stand weit offen als würde er vom Schmerzen schreien doch kein Ton wahrzuhören.

00:41:28: Seine Augen weit auf gerissen voller Panik und Schmerz starten direkt in meine.

00:41:34: Dann sah ich es.

00:41:35: Es war eingeritzt in seine Stirn, tief und grob – als hätte jemand es mit einem rostigen Messer hineingekratzt.

00:41:44: Zeuss Der Name war rot und geschwollen Die Wunden noch frisch Das Blut säkerte langsam an den Buchstaben entlang Und es wirkte, als ob die Schrift pulsierte.

00:41:56: Zeus Lukas Spitzname.

00:41:59: Ein Keuchen der Schrei brah aus meiner Kehle und ich stolpe zurückwärts.

00:42:03: Meine Beine gaben nach und ich fiel mit heruntergelassener Hose zu Boden.

00:42:08: Mein Kopf schlug hart auf die kalten Fliesen, und ich spürte einen brennenden Schmerz.

00:42:13: Blut lief warm und klebrig von einer Platzwunde an meiner Stirn – doch in diesem Moment war mir das völlig egal!

00:42:21: Ich rappelte mich hoch, die Panik in mir wie ein reisender Sturm….

00:42:26: Als ich in den Spiegel blickte, war Mike verschwunden ….

00:42:29: aber der Schrecken war nicht vorbei.

00:42:32: Ich zog hastig meine Hose hoch, meine Hände zitterten so sehr dass es fast unmöglich war und ich stolperte aus dem Badezimmer.

00:42:41: Kaum war ich draußen viel mein Blick auf das Ende des Flurs.

00:42:45: dort in der Dunkelheit stand eine Gestalt.

00:42:48: sie war kaum mehr als ein Schatten schemenhaft und unklar doch es war eindeutig jemand da.

00:42:55: die Figur war reglos außer einer einzigen Bewegung.

00:43:00: sie winkte mir Langsam, es war ein stummes Zeichen.

00:43:05: Es war keine freundliche Geste!

00:43:07: Es war eine Einladung oder eine Warnung.

00:43:11: Meine Gedanken rasten – es konnte nicht meine Mutter oder mein Vater sein.

00:43:16: Diese Gestalt war zu groß, zu düster und sie wirkte falsch.

00:43:22: Etwas an ihr war unnatürlich und mein Herz begann schneller zu schlagen als ich bemerkte dass ihre Bewegungen nicht ganz menschlich wirkten.

00:43:31: Die Hand, die mir zuwinkte, schien aus einem seltsamen Winkel zu kommen.

00:43:36: Fast so als hätte sie mehrere Gelenke, die sich in unheimlichen Winkel bogen!

00:43:43: Ich wich einen Schritt zurück – meine Kehle war trocken und ich konnte keinen Laut herausbringen... ...die Gestalt bewegte sich nicht…sie stand einfach nur da, winkte weiter und ich spürte wie mir der Schweiß den Rücken hinunterlief.

00:44:01: Dann Ganz langsam begann sie auf mich zuzukommen.

00:44:05: Schritte hörte ich nicht, nur ein seltsames schleifendes Geräusch als würde sie sich über den Boden ziehen.

00:44:13: Die Dunkelheit schien mit ihr zukommen, als ob sie das Licht verschluckte, dass den Flur sonst erhältte... In diesem Moment wusste ich nur eins – Ich musste weg!

00:44:24: Mit einem letzten panischen Blick auf die dunkle Gestalt drehte ich mich um und rannte Doch ich konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass es hinter mir war.

00:44:34: Ich lief gehetzt in mein Schlafzimmer zurück und weckte Sebastian und Sabrina auf.

00:44:39: Mein Erlebnis versetzte sie in Panik.

00:44:42: «Ich glaube Lukas ist hier», sagte mein Kumpel aufgeregt.

00:44:46: Plötzlich ging die Tür hinter uns auf – die ich vorher geschlossen hatte.

00:44:50: Aber niemand kam in den Raum!

00:44:52: Wir drei schaute verängstigt und verstört in der Vorannung dorthin, dass gleich etwas Schreckliches passieren wird….

00:44:59: Als ich versuchte aus dem Raum zu rennen, knallte plötzlich die Tür zu und jemand verschloss sie mit dem Schlüssel auf der anderen Seite.

00:45:07: Die ungewöhnlicherweise dort angebracht war.

00:45:10: Vor lauter Grauen lief wie in die Ecke meines Raumes Und hielten unsere Waffen in den Händen.

00:45:16: Lukas bitte es tut uns leid wir wollten nicht dass du dich umbringst.

00:45:20: Wir haben einen Fehler gemacht einen dummen Fehler weinte Sabrina.

00:45:25: Geräusche und Schritte waren im Raum zu vernehmen Doch nur noch mein kleines blaues Licht war an.

00:45:31: Ich wollte den Lichtschalter betätigen, aber die Furcht war in diesem Moment zu groß um auf die andere Raumseite zu gehen.

00:45:39: Dann wurde es laut.

00:45:40: Es polterte an der Tür Die Schränke wurden aufgerissen Irgendetwas tobte hier in meinem Zimmer rum.

00:45:47: Es wurde still und wir dachten erst, es wäre vorbei.

00:45:50: Doch vernahmen wir dann eine Stimme Diesmal kein leises Flüstern Sondern eine klare Stimme die uns unmissverständlich etwas mitfallen wollte.

00:46:00: Habt ihr Angst?

00:46:02: Habt Ihr Angst vor mir?

00:46:05: Ich werde Euch in Stücke reisen Und Eure Seelen fressen.

00:46:09: Wir konnten nicht glauben was wir da hörten.

00:46:12: Mein Kopf wurde schwer.

00:46:14: Vor purer Angst und unerträglichen Stress überkam ich fast eine Ohnmacht.

00:46:18: Bitte, bitte verzei uns Lukas!

00:46:20: Bitte!"

00:46:21: flehte Sabrina das unsichtbare Wesen an.

00:46:25: Sebastian sprang nach vorne und schwang seinen Schlagstock wie ein Wahnsinniger durch die Luft doch er schlug ins Leere traf nichts oder niemandem der sichtbar war.

00:46:35: Plötzlich wurde er von etwas Unsichtbaren zurückgeschleudert.

00:46:39: Der Schlagstock flog wie von Geisterhand aus seinen Händen, krachte gegen die Wand und landete krachend auf dem Boden.

00:46:47: Ein Schrei entfuhr ihm als tiefe blutige Kratzer wie aus dem Nichts auf seinem Hals auftauchten.

00:46:53: Es beißt mich!

00:46:54: Es beißen mir ins Gesicht!

00:46:56: Brüllte er und schlug verzweifelt in die Leere, während es sich das Blutende Gesicht hielt.

00:47:02: Ich konnte die blanke Panik in seinen Augen sehen.

00:47:05: Es war wie ein Albtraum, aus dem man nicht aufwachen konnte.

00:47:09: Sabrina die im Raum war begann zu schreien rannte zur Fensterbank und zögerte keinen Moment.

00:47:15: sie sprang durch das Fenster.

00:47:18: ich hörte ihren Aufprall wie sie schmerzhaft auf den Boden aufkam aber sie humbilte sofort weiter verschwand in die schwarze Nacht.

00:47:26: sie war fort.

00:47:28: Ich blieb zurück unfähig mich zu bewegen unfähig zu denken.

00:47:32: Mein Körper fühlte sich an, als wäre er eingefroren.

00:47:36: Meine Augen klebten an dem unvorstellbaren Szenario vor mir.

00:47:41: Etwas...etwas das ich nicht sehen konnte, packte Sebastian und Rissin zu Boden.

00:47:47: Tiefe Krattspuren zeichneten sich auf seiner Haut ab, also ob scharfe Clown ihn zerfetzten.

00:47:54: Sein Schreien erfüllte den Raum durch Drang jede Ecke, jede Faser meines Seins.

00:48:00: Dann passierte etwas noch Schlimmeres, Etwas das den Rest meines Verstandes zubrechend rote.

00:48:06: Der Schlagstock, den Sebastian fallen gelassen hatte, hob sich plötzlich vom Boden.

00:48:12: Er schwebte in der Luft wie von einer unsichtbaren Hand geführt und dann mit unvorstellbarer Kraft begann er auf Sebastians Kopf niederzufahren.

00:48:22: Der erste Schlag ließ ihn verstummen doch das war nur der Anfang.

00:48:26: Der Stoch krachte immer wieder auf ihn herab mit einer unmenschlichen Wut und Präzision.

00:48:33: Blut spritzte in alle Richtungen, als Sebastian Schädel unter den wuchtigen Schlägen zertrümmert wurde.

00:48:40: Das Geräusch dieses dumpfe widerliche Knacken von Knochen und das nasse Klatschen von Blut ließ meine Ohren dröhnen.

00:48:49: Meine Augen brannten aber ich konnte nicht wegsehen!

00:48:52: Sebastian wurde vor meinen Augen hingerichtet auf brutalste Art und Weise.

00:48:58: Als er schließlich still war, reglos in einer immer größer werdenden Lache aus Blut lag viel der Schlagstock lautlos zu Boden.

00:49:08: Alles war plötzlich still.

00:49:11: die Luft war kalt und schwer.

00:49:13: ich glaubte es sei vorbei doch dann spürte ich es einen Atem warm und feucht direkt in meinem Gesicht.

00:49:22: etwas das sich nicht sehen konnte war nah sehr nah.

00:49:26: Ein Schauer lief mir über den Rücken und ich wagte nicht zu atmen.

00:49:32: Dann hörte es wieder, dieses Flüstern mein Name.

00:49:43: Es war leise fast zärtlich aber mit einer bedrohlichen Schwere die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ.

00:49:50: Ich wusste wer es war, ich wusste es einfach.

00:49:54: Die Schuld wog wie ein Berg auf meiner Brust Und in diesen Moment brach alles aus mich heraus.

00:50:00: Bitte, sagte ich mit zettender Stimme die kaum mehr als ein Krächzen war.

00:50:05: Bitte töte mich!

00:50:06: Ich kann das nicht mehr ertragen.

00:50:08: Ich verdiene es.

00:50:09: Es ist alles meine Schuld.

00:50:11: Alles aber bitte lass Sabrina in Ruhe.

00:50:15: Nimm nur noch mich.

00:50:16: Ich bin derjenige derer verzahlen

00:50:18: muss.".

00:50:19: Ich knifft die Augen zusammen erwartete den Tod.

00:50:22: Den Schlag die endgültige Bestrafung.

00:50:25: doch stattdessen fühlte ich etwas anderes Ein eiskaltes, unsichtbares Gewicht das ich auf meine Schultern legte.

00:50:33: Es war als würde etwas über mir stehen mich begutachten.

00:50:38: Ich zitterte so stark dass ich kaum noch atmen konnte und dann war da nur noch stille.

00:50:46: Ich schrie erneut.

00:50:47: Lukas bitte!

00:50:49: Da antworte der das Wesen mit einer Frage.

00:50:52: Wieso denkst du das ich Lukas bin?

00:50:55: Ich hörte darauf hin, ein verstörendes Tiefes Lachen.

00:50:59: Kein Lachen wie von einem Menschen!

00:51:01: In diesem Gelächter hört ich einen Wahnsinn, einen tödlichen Wahnsinn.

00:51:06: Die Stimme wurde noch klarer und ich vernahm ein paar Sätze.

00:51:11: Ich bin nicht Lukas aber seine Schreien waren Musik in meinen Ohren.

00:51:16: Erst saß sich wie ein Eisblock da Denn ich realisierte dass es sich bei diesen Wesen nicht um Lukas handelte sondern um seinen Mörder.

00:51:25: Umso mehr, ich darüber nachdachte, umso wütender wurde ich.

00:51:30: Mit einem Schrei aus meiner Kehle und einem Gefühl der Verzweiflung war für mich alles Mögliche an Gegenständen an die Stelle wo ich diesen Dämon vermutete.

00:51:40: Es waren Flaschen, Messer ein Stuhl.

00:51:43: Dann warf ich mit meiner Fernbedienung meinem Ventilator Und den Videokassetten von der Hauspartie.

00:51:49: Dabei wurden die Kassetten stark beschädigt.

00:51:52: Plötzlich schrie das Wesen, als hätte es Schmerzen.

00:51:56: Das verwunderte mich bis ich erkannte dass es vielleicht einen Zusammenhang mit den Tapes geben könnte.

00:52:02: Ich nahm ein Feuerzeug aus einer Schubblade und zündete alle zerbrochenen Kassetten auf dem Boden an.

00:52:08: Ein unmenschlicher Schrei durchbrach die Stille So ohren betäubend, daß er in meinen Knochen vibrieren Und mich wie ein Schlag ins Gesicht traf.

00:52:17: Das Geräusch halte immer und immer wieder in meinem Kopf, wie das Rauschen eines stürzenden Wasserfalls der mich mit sich riss.

00:52:26: Während die Tapes im Feuer verschmorten wurde das Brüllen immer verzweifelter, verzerrter als würde etwas dass nie sterben sollte seine letzte schreckliche Qualschreien.

00:52:39: doch es wurde schwächer, immer schwäicher bis es in einem letzten quälenden Aufschrei erstickte.

00:52:46: Dann, als würde der Raum selbst den Atem anhalten trat eine unheimliche Stille ein.

00:52:53: Ich saß da auf meinen Knien völlig erstarrt das Gesicht von Tränen überflutet.

00:53:00: mein Herz raste Als ich das Flackern der Videokassetten betrachtete die nun wie verdrehte schmelzende Leichnahme im Feuer versanken.

00:53:10: Die Asche stieg empor und ich konnte nichts anderes tun, als zuzusehen wie das letzte Fragment dieser verhängnisvollen Tapes in den Flammen verschwand.

00:53:21: Als wäre alles was jemals existierte nun endgültig ausgelöscht.

00:53:28: Da hörte ich plötzlich dass jemand die Tür aufschloss.

00:53:31: Es waren meine Eltern.

00:53:33: Oh mein Gott!

00:53:34: Was ist hier passiert?

00:53:36: brüllten sie als die Sebastians Leiche und das ganze Blut vorfanden.

00:53:41: Sein Gehirn war teilweise auf meinem Teppich verteilt, ich konnte weder weinen noch schreien noch sonst irgendwas.

00:53:48: Es war alles unwirklich unmöglich.

00:53:51: und doch war es geschehen.

00:53:53: Ich wurde in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen der ich mit starken Medikamenten ruhig gestellt wurde Denn meine Angstattacken kam immer wieder hoch.

00:54:03: Dort fingen in der Nacht die ersten Halluzination an.

00:54:07: Ich sah Lukas, er war immer bei mir wenn es mir schlecht ging.

00:54:11: Die Pfleger fixierten mich oft am Bett da ich in meinen Attacken handgreiflich werden konnte.

00:54:18: Lukas stand in solchen Momenten neben meinem Bett und hielt meine Hand.

00:54:22: Er beobachtete mich im Schlaf, er hinderte mich daran mir das Leben zu nehmen Und er flüstete mich ins Ohr – immer wieder.

00:54:31: Es waren warme und liebevolle Worte, das Gegenteil von dem was sich ihm jahrelang an den Kopf knallte.

00:54:39: Alles wird gut!

00:54:41: Du wirst geliebt du wirst gebraucht, waren einige dieser Worte.

00:54:46: oft hörte ich aber einen bestimmten Satz von ihm.

00:54:50: Ich vergebe dir vor diesen schrecklichen Ereignissen hätte ich niemals anders paranormaler geglaubt doch ich denke dass Lukas zu meinem Schutzengel geworden ist.

00:55:01: Er war ein besserer Mensch als ich, sowohl im Leben als auch im Tod.

00:55:06: Die Psychiater versuchten mir diesen Glauben auszureden doch er gab mir Kraft und Sicherheit.

00:55:13: Lukas wurde nicht wie wir vermutet hatten zu einem Rachegeist Denn auch er wurde Opfer dieses Dämones dessen Herkunft ich immer noch nicht ganz verstehe.

00:55:25: Andere Mit-Patienten mieden mich, weil ich jederzeit eine Panikattacke bei mir wieder einsetzen konnte.

00:55:32: Da war die Befürchtung dass diese Wesen mich wieder tyrannisierten.

00:55:37: Ich konnte aber in den Momenten Ruhe finden wo Lukas mich besuchte.

00:55:42: So vergingen Jahre.

00:55:43: Die Angst wurde mit der Zeit milder und weniger.

00:55:47: Ein paar mal besuchten mich Vanessa in der Psychiatrie Schon ganz zu Anfang meiner Erkrankungen.

00:55:53: Sie erzählte mir, dass sie Lukas manchmal auch sehen würde.

00:55:57: Er würde sie freundlich anlächeln.

00:55:59: Immerhin hat Lukas sie auch geliebt.

00:56:02: Ich bat Vanessa inständig die verblienen Videokassetten Die immer noch auf dem Dachboden verstaubten zu vernichten.

00:56:10: Etwas in mir sagte das dieser ganze Horror untrennbar mit diesen Bändern verbunden war Auch wenn ich die genauen Zusammenhänge noch nicht verstand.

00:56:20: Es war als ob die Kassetten ein dunkles Geheimnis bagen, das ich um jeden Preis loswerden musste.

00:56:26: Mein Vater jedoch schwiegt bis heute darüber, woher diese Tape stammten und was genau sie ihn sich verbagen?

00:56:34: Es war als ob er eine Mauer des Schweigens um sich errichtet hatte – und ich fühlte mich machtlos an dieser Wand heranzukommen!

00:56:43: Ich weiß nicht warum er so stur ist, warum er sich weigert mir die Wahrheit zu sagen… Aber tief in mir hoffte ich, dass er eines Tages endlich den Mut fassen würde sich zu öffnen.

00:56:55: Ich wollte antworten – ich brauchte sie!

00:56:58: Denn ohne sie kann ich diese ganzen Geschehen nie wirklich begreifen.

00:57:03: Ich hatte das Gefühl, dass die Kassetten mehr waren als nur Filme.

00:57:08: Sie waren ein Tor zu etwas, das sich in meinem Verstand entzog und ich war davon überzeugt, dass sie der Schlüssel zu allem waren Doch bis mein Vater sich irgendwann entschließen würde, über die Vergangenheit zu sprechen, würde ich mit meinen eigenen Gedanken und Ängsten kämpfen müssen.

00:57:25: Ich erinnere mich noch daran dass ich auf dem letzten VHS Tape das wir auf der Hauspartie abspielten etwas gelesen habe.

00:57:34: Es war schwer zu entziffern aber ich glaube folgendes gelesen zu haben Basum?

00:57:40: Basum ist eine Stadt in Niedersachsen.

00:57:43: Ich denke, ich werde eines Tages dort hinreisen und dort vielleicht Antworten finden.

00:57:49: Meine Gedankenwelt wurde wieder ruhiger – da waren keine Albträume von Blut und Gewalt mehr.

00:57:56: Natürlich wurde ich zum Hauptverdächtigen in den Mord fällen aber man konnte mir nichts nachweisen.

00:58:02: Meine Fingerabdrücke waren nicht aufzufinden.

00:58:06: Weder am Tatort bei Mike den ich nie bei sich zu Hause besuchte und auch nicht an dem Schlagstock, mit dem Sebastian getötet wurde.

00:58:15: Bis heute bleiben die Vorfälle umgeklärt über die viel noch spekulieren.

00:58:21: Deswegen wurde ich nach einigen Jahren vielen Medikamenten dutzenden Therapiestunden aus der Psychiatrie entlassen.

00:58:29: Ich hörte von Sabrina, die mit ihrer Familie nach Österreich zog.

00:58:34: Für sie war das ganze selbstverständlich auch ein Trauma.

00:58:37: Schade, dass ich nach dem Erlebten keinen Kontakt mehr zu ihr hatte.

00:58:41: Aber vermutlich will Sabrina keinen Kontakt – sie will mit dem ganzen abschließen!

00:58:47: Nach meiner Entlassung verlesse sich auch meine Heimat und schaute nie wieder zurück.

00:58:52: Hier in Hamburg baute ich mir ein neues Leben auf.

00:58:55: Dazu zählen ein guter Job, Freunde und die Bewältigung meiner

00:58:59: Ängste.".

00:59:07: Zurück in die Gegenwart.

00:59:10: In diesem Moment fragt Dr.

00:59:11: Ben Ryan Siehst du immer noch Dinge?

00:59:15: Hörst Du immer noch

00:59:15: Stimmen?".

00:59:17: Rhein nickt und antwortet.

00:59:19: Ja, Lukas ist immer noch bei mir!

00:59:22: Er passt auf mich auf.

00:59:23: Manchmal spricht er mit mir und wenn ich traurig bin hält er meine Hand.

00:59:28: Dr.

00:59:29: Ben lächelt und sagt beruhigend – Rhein, Ich freue mich sehr, dass Du so große Fortschritte gemacht hast.

00:59:35: Aber Du musst Dir auch bewusst sein das er nicht wirklich da ist.

00:59:40: Bevor die Sitzung zu Ende ist frag Dr.

00:59:43: – Sag mal, siehst du Lukas gerade?

00:59:49: Ja, antwortete Ryan ohne zu zögern.

00:59:52: Wo genau fragte Doktor Ben weiter und schaut aufmerksam.

00:59:58: Da in der Ecke auf dem roten Sessel erklärt Ryan während er mit dem Finger auf die betreffende Stelle zeigt.

01:00:05: Doktor Benn blickt in die Richtung, in die Ryan deutet und fragt dann, was macht er da?

01:00:12: Er sitzt einfach da und lächelt mich an!

01:00:15: antwortet Ryan ruhig.

01:00:18: Was für ein Lächeln ist das?

01:00:20: frag Dr.

01:00:21: Ben, jetzt noch neugieriger Es ist dein freundliches Lächeln.

01:00:27: Wir sind jetzt Freunde.

01:00:28: Lukas ist mein bester Freund geworden.

01:00:30: Er ist immer für mich da Ganz egal was passiert!

01:00:34: es hat lange gedauert aber Jetzt habe ich mir selbst vergeben.

01:00:37: Heute unterstütze Ich sogar eine Anti-Mobbing Stiftung.

01:00:41: Ich bin ein völlig anderer Mensch geworden.

01:00:45: Dr.Ben beobachtet Ryan Noch eine Weile Als die Sitzung sich dem Ende zuneigt, bemerkt er etwas Unerklärliches.

01:00:54: Ein seltsamer frischer Eindruck auf den roten Sessel eine Vertiefung als ob jemand tatsächlich darauf sitzt!

01:01:02: Er sieht verwundert auf und blickt dann zurück zu Rhein dessen Gesicht sich zu einem breiten Grinsinn verzogen hat, während er weiterhin in Richtung des Sessels lächelt.

01:01:13: Bevor er sich vollständig von seinem Patienten verabschiedet Hört Dr.

01:01:16: Ben die letzte ruhige Aussage von Ryan?

01:01:21: Ich hab dich liebt, Seuss!

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